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Foto: Thomas Nitsche

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Der Rotaract-Club folgt zusammen mit Jugend-THW und Pfadfindern dem Bündnis „Plant-for-the-Planet“. Zusammen haben sie die kleinen Rotbuchen und Wildkirschen in den Boden gebracht und so die Kyrill-Sturmflächen wieder gefüllt

Jeder Mensch sollte 150 Bäume pflanzen – so hat es das deutsche Bündnis „Plant-for-the-Planet“ (Pflanzen für den Planeten) ausgerechnet. Denn nur so könne man der Umwelt endgültig helfen. Fünfzig Jugendliche gingen am Samstag mit gutem Beispiel voran. 6300 Setzlinge brachten Rotarier-Sprössling Rotaract, Jugend-THW und die Pfadfinder an der Berghauserstraße in Bommern in den Boden ein.„Wir haben die Verantwortung – jeder Einzelne“, sagt Rotaract-Präsident Jakob Skatulla. Mit seinen Mitstreitern folgt er dem Aufruf von „Plant-for-the-Planet“. Die Jugendlichen kümmerten sich um die Finanzierung, sammelten Spendengelder und sprachen Stadtförster Klaus Peter an. „Es musste eine städtische Fläche sein, weil wir nicht die Nachsorge garantieren können“, so Skatulla (26).Seit Sturmtief Kyrill 2007 stehen hier am Parkplatz der Berghauserstraße kaum noch Bäume. „Das waren Fichten, die als Flachwurzler sehr windanfällig sind“, erinnert sich Förster Peter (53). Zu Zeiten von leeren Kassen, wird solch bürgerliches Engagement immer wichtiger. Freiwillige Arbeit am Samstag ist nicht selbstverständlich, oder? „Klar, wir unterstützen so unsere Erde“, sagt Annika (13) vom Jugend-THW. Trotz gegipstem Arm steht sie zwischen Ästen, Gestrüpp und Brennnesseln. Sie reicht die kleinen Rotbuchen und Wildkirschen an.Zwischen Annika und Freundin Nina ist ein pinker Punkt. So wissen alle, wo demnächst die jungen Bäume ihre Spitzen gen Himmel recken sollen. „Manchmal muss man die Markierung ein bisschen suchen“, sagt sie lachend. Die zehnjährige Nina rammt ihren Spaten in den weichen Waldboden. Ist das Loch ausgehoben, kommt der kahle Pinn in die Erde. „So, das alle Wurzeln bedeckt sind“, erklärt der Förster. Nina und Annika haben heute schon drei Bäume gepflanzt. „Zwölf will ich mindestens machen“, sagt Nina.

Der Rotaract-Club hat auch die Volmarsteiner Pfadfinder in den Wald geholt. „Jeden Tag eine gute Tat“, nennt Torben Gillmann (22) das bekannte Motto. Die Sonne bricht durch Fichten, der Wald duftet – nicht der schlechteste Arbeitsplatz im Frühling. Und doch sind 6300 Bäume ein ehrgeiziges Ziel. „Aber das kann jeder machen: Ein Baum kostet nur 51 Cent“, so Jakob Skatulla – und der Rest wird zur Not von der Stadt gepflanzt.

Trotz der schweißtreibenden Arbeit macht es Spaß – Essen und Getränke am Abend locken. Stadtförster Peter ist genauso begeistert. „In Zukunft starten wir vielleicht als Stadt eine Aktion“. Die fünfzig Helfer sind bestimmt wieder mit Spaten und Hacke dabei: „Für die Umwelt — und die Menschheit!“

Kinderbündnis: „Plant-for-the-Planet“Seit 2007 gibt es das Bündnis „Plant for the Planet“, das von einem bayrischen Schüler ins Leben gerufen wurde. Felix, ein neunjähriger Junge, kam bei seinen Vorbereitungen für ein Schulreferat auf die Idee. Insgesamt sollen 1000 Milliarden Bäume gepflanzt werden, zwanzig Milliarden sind schon im Boden.Derzeit engagieren sich 100 000 Kinder weltweit in dem Projekt. Seit 2011 gibt es einen Vorstand in dem aus acht Ländern 14 Kinder sitzen.

Philip Raillon

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